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Übernahme von Nightstar Therapeutics für ca. 800 Millionen US-Dollar abgeschlossen

Übersetzung der globalen Pressemitteilung vom 7. Juni 2019

Mit der Übernahme von Nightstar erweitert Biogen seine Pipeline um präklinische Programme und um zwei Therapiekandidaten, die sich im mittleren bzw. späten Stadium der klinischen Entwicklung befinden.

Cambridge, Massachusetts, USA, 7. Juni 2019 (GLOBE NEWSWIRE) -- Biogen (Nasdaq: BIIB) hat heute bekannt gegeben, dass die Übernahme von Nightstar Therapeutics (NST; Nasdaq: NITE) abgeschlossen ist. Nightstar ist ein klinisch forschendes Gentherapieunternehmen mit Schwerpunkt auf AAV-vermittelten Therapien für erbliche Netzhauterkrankungen (AAV: adenoassoziierte Viren). Durch die Übernahme verfügt Biogen nun im Bereich der Ophthalmologie neben präklinischen Programmen auch über zwei Arzneimittelkandidaten im mittleren bzw. späten Stadium der klinischen Entwicklung. Unter Berücksichtigung der erwarteten Transaktionskosten und der liquiden Mittel bei Abschluss belief sich der Transaktionsgesamtwert auf ca. 800 Mio. USD. Die Nightstar-Stammaktie wird nun nicht mehr am Nasdaq Global Select Market gehandelt. 

Der wichtigste Therapiekandidat von Nightstar ist NSR-REP1, ein Wirkstoff zur Behandlung der Choroideremie (CHM). Bei der CHM handelt es sich um eine seltene, degenerative X-chromosomale Netzhauterkrankung, die zur Erblindung führt und für die bislang keine Therapie zugelassen ist. Die CHM tritt vorwiegend bei Männern auf und wird durch einen Funktionsverlust im CHM-Gen verursacht, das für das Rab Escort Protein-1 (REP-1) kodiert. Frühsymptom der CHM ist die Nachtblindheit. Infolge der allmählichen Abnahme des Sehvermögens kommt es im Krankheitsverlauf letztlich zur vollständigen Erblindung. 

Im zweiten klinischen Programm von Nightstar wird NSR-RPGR in der Behandlung der X-chromosomalen Retinitis pigmentosa (XLRP) geprüft, einer ebenfalls seltenen erblichen Netzhauterkrankung, die vorwiegend Männer betrifft und für die bislang keine Therapie zugelassen ist. Die XLRP ist durch Mutationen des RPGR-Gens gekennzeichnet (RPGR: Retinitis pigmentosa GTPase regulator), die mit einer Beeinträchtigung des aktiven Proteintransports in den Photorezeptoren einhergehen. Infolgedessen kommt es zum Untergang von Photorezeptoren, was bereits im Jugend- bzw. frühen Erwachsenenalter zu einer Dysfunktion der Netzhaut führt. Diese Dysfunktion schreitet fort, bis es etwa im 5. Lebensjahrzehnt zur vollständigen Erblindung kommt.

„Das ist heute ein großer Erfolg für Biogen“, so Michel Vounatsos, Chief Executive Officer von Biogen. „Die Übernahme von Nightstar bedeutet eine weitere Stärkung unserer Pipeline und einen wichtigen Schritt auf dem Weg hin zu einem Multi-Franchise-Portfolio mit sich ergänzenden Modalitäten. Wir freuen uns, nun gemeinsam unter dem Dach von Biogen an bahnbrechenden Therapien zu arbeiten, die Patienten bei einer Reihe erblicher Netzhauterkrankungen vor Erblindung bewahren oder sie hinauszögern.“

Goldman, Sachs & Co. agierte als Financial Advisor und Ropes & Gray LLP als Legal Counsel für Biogen. 

Centerview Partners agierte als Financial Advisor und Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP als Legal Counsel für NST. 

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Über Biogen
Biogen ist Pionier auf dem Gebiet der Neurowissenschaften. Wir erforschen, entwickeln und vermarkten weltweit innovative Arzneimittel für Menschen mit schweren neurologischen und neurodegenerativen Erkrankungen und in verwandten Therapiefeldern.

Biogen wurde 1978 als eines der ersten globalen Biotechnologie-Unternehmen von Charles Weissmann, Heinz Schaller, Kenneth Murray und den späteren Nobelpreisträgern Walter Gilbert und Phillip Sharp gegründet. Heute verfügt das Unternehmen über das umfangreichste Medikamenten-Portfolio zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS), die erste zugelassene krankheitsmodifizierende Therapie gegen spinale Muskelatrophie (SMA) und ist fokussiert auf neurowissenschaftliche Forschungsprogramme in den Bereichen MS und Neuroimmunologie, Alzheimer und Demenz, Bewegungsstörungen, neuromuskuläre und neurokognitive Störungen, akute Neurologie, Schmerzen und Augenheilkunde. Daneben vertreibt Biogen Biosimilars zu hochentwickelten Biologika. Seit 1997 ist das Unternehmen mit einer Niederlassung in Deutschland vertreten. Die Biogen GmbH in Ismaning vertreibt innovative Medikamente zur Behandlung der Multiplen Sklerose, der SMA, der Psoriasis sowie Biosimilars gegen entzündliche Erkrankungen. Für weitere Informationen besuchen Sie www.biogen.de. 

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Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, darunter Aussagen, die unter die Safe-Harbor-Bestimmungen des Private Securities Litigation Reform Act von 1995 fallen. Hierzu gehören Aussagen zum potenziellen Nutzen und zu den potenziellen Ergebnissen, die durch die Übernahme erzielt werden können, sowie zu den Risiken und Unwägbarkeiten, die mit der Entwicklung und Vermarktung von Arzneimitteln einhergehen, Aussagen zum potenziellen Nutzen, zur Sicherheit und zur Wirksamkeit von Prüfpräparaten wie NSR-REP1 und NSR-RPGR, Aussagen zur Strategie und Planung von Biogen, zum Potenzial des kommerziellen Geschäftsbetriebs und von Pipeline-Programmen von Biogen, einschließlich Programmen zu NSR-REP1 und NSR-RPGR sowie Aussagen zur Kapitalallokation und zur Anlagestrategie von Biogen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen können von Wörtern wie „abzielen“, „davon ausgehen“, „glauben“, „können“, „schätzen“, „erwarten“, „Prognose“, „Ziel“, „beabsichtigen“, „dürften“, „planen“, „potenziell“, „möglich“, „werden“, „würden“ und anderen Wörtern und Begriffen ähnlicher Bedeutung begleitet sein. Die Entwicklung und Vermarktung von Arzneimitteln birgt hohe Risiken, und nur wenige Forschungs- und Entwicklungsprogramme führen zu einem marktreifen Produkt. Die Ergebnisse aus klinischen Prüfungen der Frühphase erlauben keine Rückschlüsse auf die Endergebnisse, die Ergebnisse aus späteren Phasen oder die Ergebnisse umfangreicherer klinischer Prüfungen und sind somit keine Garantie für eine behördliche Zulassung. Zukunftsgerichtete Aussagen und die vorgestellten wissenschaftlichen Daten sollten daher nicht über Gebühr als Grundlage für Entscheidungen herangezogen werden. 

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